REZENSION: ITALIEN VEGETARISCH

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Jeden Tag richtig gut essen“ schreibt Claudio Del Principe, Autor von Italien Vegetarisch im „Vorneweg“ und stellt viele Rezepte vor, mit denen dieses Motto leicht um zu setzen ist.

Ich habe dieses Buch bei vorablesen.de gewonnen und konnte schon vor dem Erscheinen darin blättern und daraus nach kochen und es hat mir sehr viel Spaß gemacht und es hat sehr gut geschmeckt.

Das schöne Cover mit den verschiedenen Gemüsesorten zeigt bereits worin es im Buch geht – um vegetarische Küche, italienische vegetarische Küche um genau zu sein sein.

Die Rezepte sind nach Jahreszeiten geordnet und innerhalb jeder Jahreszeit nach Antipasti, Suppen und Pesto, Salate und Gemüse, Pasta, Polenta und Reis sowie Süßes. Dann gibt es noch die Kategorie Jederzeit. Ein schönes Detail: die Seiten haben je nach Jahreszeit auch eine andere Farbe.

Am Anfang des Buches sind die Rezepte nach Jahreszeit aufgelistet und am Ende gibt es ein alphabetisches Register. Im Glossar werden die italienischen Begriffe und Zutaten erklärt. Drei Bändchen erleichtern das Auffinden der ausgewählten Rezepte.

Zu den meisten Rezepten gibt es ein Bild, das fast immer zusammen mit dem Rezept auf einer Doppelseite ist. Leider fand ich kein Bild zu den Rezepten mit Mönchsbart. Ich kannte die Pflanze nicht und hätte dazu gerne ein Bild gesehen. Die Fotos gefallen mir sehr gut, sie konzentrieren sich auf das Gericht und machen Lust die Rezepte aus zu probieren.

Zu jedem Gericht ist die italienische Bezeichnung angegeben, es gibt eine kleine Einführung, Tipps, Varianten und Getränkevorschläge. Bei manchen Rezepten fehlen mir Angaben zur Zubereitungszeit. Ich hätte gerne einen Hinweise auf längere Einweich- oder Ruhezeiten unter der Zutatenliste. Ich neige dazu das nicht rechtzeitig zu lesen.

Im Kapitel „Jederzeit“ stehen Grundrezepte für Mutterhefe, Gemüsebrühe, Pastateig, Tomatensauce, Polenta und Risotto.

Die Aufteilung gefällt mir: auf der einen Seite das Foto und auf der anderen Seite das Rezept. eine Zutatenliste und daneben die Zubereitung.

Die Rezepte sind einfach, leicht nach zu kochen und die Zutaten überall zu bekommen. Alles was ich gekocht habe hat gut funktioniert. Nachgekocht habe ich:

Mehlsuppe

0013die gute alte Einbrenn (auf gut Wienerisch oder auch Mehlschwitze) ist stark aus der Mode gekommen, weil ungesund und wird meist durch Sahne ersetzt. Als Kind gab es bei uns öfter Suppen mit Einbrenn, sie sättigten, schmeckten mir aber nicht so gut. Es war oft eine Mehlpampe. Später habe ich gelernt, dass die Einbrenn längere Zeit köcheln muss um den Mehlgeschmack zu verlieren. Trotzdem verwende ich sie auch nur mehr wenn ich Béchamelsauce mache.

Der Name „verbrannte Suppe“ besagt schon, dass ständiges Rühren genau das verhindert. Ich habe die Suppe mit Champignons zubereitet, sie hat uns geschmeckt, war aber nicht das große Highlight. Ich werde sie auch noch mit Steinpilzen probieren.

Gerösteter und gedämpfter Blumenkohl

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Ich bin keine große Freundin des Blumenkohls. Ich finde ihn langweilig und habe gehofft, dass diese Art der Zubereitung mich überzeugt. Es hat gut geschmeckt, aber Blumenkohl-Fan bin ich immer noch nicht.

 

 

Zucchiniauflauf

0002Mit wenigen Zutaten entsteht ein köstliches Gericht. Mir war es eine Spur zu trocken, den Mitessern aber nicht. Ich werde beim nächsten Mal etwas weniger Semmelbrösel und einen Schluck mehr Olivenöl verwenden. Schmeckte warm und kalt sehr gut.

 

Auberginenauflauf

0003ich mag Auberginen sehr, leider saugen sie Fett auf wie ein Schwamm.
Claudios Methode: die Auberginen erst in Scheiben schneiden, mit etwas Olivenöl einpinseln und dann im vorgeheizten Rohr backen. Die Auberginen werden weich und triefen nicht vor fett. Der Auflauf ist Essen für meine Seele und wird sicher öfter serviert.

Gnocchi nach römischer Art

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werden aus Hartweizengrieß gemacht. Ich habe etwas weniger Parmesan verwendet und an der Optik muss ich noch etwas arbeiten. Geschmacklich gibt es nichts zu verbessern.

 

 

 

Gebackene Feigen

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ich hatte blaue Feigen und daher die Variante mit Rotwein gekocht. Der Balsamico rundet das Dessert ab – ein Gedicht…

 

 

 

 

 

Italienisches Essen ist Balsam für die Seele.

Katharina Seiser und Claudio Del Principe ist ein sehr schönes Buch gelungen, mit vegetarischen Rezepten „verwurzelt in regionaler, ländlicher und familiärer Tradition.“

Es sind viele Klassiker der italienischen Küche, Grundrezepte und auch weniger bekannte Gerichte enthalten. Wer die Neuerfindung der vegetarischen italienischen Küche erwartet, wird enttäuscht sein. Wer aber einfache, trotzdem oder gerade deswegen, köstliche Gerichte, ohne allzu großen Aufwand beim Kochen und Einkaufen der Zutaten sucht, ist hier genau richtig.

Ich werde noch vieles nach kochen, mich auch an Risotto wagen und Nudelteig selber herstellen. Es gibt so viele Anregungen in diesem Buch….

Das war meine erste Rezension. Es war gar nicht so einfach – wie werde ich dem Buch, dem Inhalt, den Autoren und nicht zuletzt euch, meinen Lesern gerecht? Ich hoffe, ich konnte euch einen Eindruck vermitteln.

ITALIEN VEGETARISCH
Claudio Del Principe, Autor
Katharina Seiser, Herausgeberin
Preis DE 34.90 €
Seiten: 272
ISBN: 978-3-85033-806-6
Erscheinungsdatum: 01.09.2014
Brandstätter Verlag

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